Die Adaptive Avionik-Plattform

Plug&Fly für die kommerzielle Luftfahrt

Der Trend der heutigen Luftfahrt lässt eine stetig ansteigende Komplexität der Avioniksysteme und den damit verbundenen Funktionen erkennen. Es werden immer mehr Computer verbaut um den schnell wachsenden Anteil an Software auszuführen. In der Reduktion des Aufwands der Systemkonfiguration und Rekonfiguration liegt ein großer Mehrwert durch Einsparung von Zeit und Kosten. Der Forschungsbereich der Adaptiven Avionik Plattform beschäftigt sich mit der Forschung und Entwicklung von autonom agierenden und selbstkonfigurierenden Avioniksystemen (Autonomic Computing). Adaptive Avionik Systeme sind selbstständig in der Lage angeschlossene Hardware-Komponenten zu erkennen, entsprechend zu konfigurieren und die Konfiguration in Zukunft auch selbst zu qualifizieren. Für die Funktionsentwicklung und die Integration heißt das in letzter Instanz: „Einbauen und losfliegen“, also Plug&Fly.

Für Plug&Fly gilt es Herausforderungen mehrerer Disziplinen zu bewältigen: (1) Luftfahrttauglichkeit mit Selbst-Adaption setzt eine potentiell qualifizierbare, sicherheitskritische und dynamische Software- und Hardware-Architektur als Grundlage voraus. (2) Selbstkonfiguration erfordert ein funktionsfähiges Konzept einer Toplologieerkennung zur Erkennung und Verifikation von Peripherie, Netzwerkteilnehmern und Kommunikationswegen. (3) Topologieinformationen werden von Selbstorganisationsalgorithmen zur Funktionsverteilung, zum Signalrouting und zur Redundanzinstanziierung genutzt. (4) Als Grundlage zur Selbst-Qualifizierung werden Methoden der Selbstüberprüfung und -erklärung, wie beispielsweise automatisierte Sicherheitsanalyse und Dokumentengenerierung untersucht.

Björn Annighöfer
Jun.-Prof. Dr.-Ing.

Björn Annighöfer

Juniorprofessor

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