Das Seminar
Das Ziel der Human Factors Technik bei der Gestaltung von Cockpits in der Zivilluftfahrt besteht darin, sicherzustellen, dass das Cockpit sowie die darin installierten Systeme und Ausrüstungen einen sicheren Flugzeugbetrieb gewährleisten und den geltenden Zulassungsvorschriften entsprechen, benutzerfreundlich sind, die Mensch-Maschine-Leistung maximieren und ein erstklassiges Flugerlebnis bieten.
Ingenieure für Human Factors im Cockpit sorgen dafür, dass der Entwicklungsprozess für das Cockpit einem menschenzentrierten Designansatz folgt. Sie erarbeiten Anforderungen, indem sie datengestütztes Wissen über die Fähigkeiten und Grenzen der Piloten anwenden, und validieren diese durch Analysen sowie strukturierte Bewertungen und Tests.
Dieses Seminar soll Studierenden der Luft- und Raumfahrttechnik eine Einführung in die Human Factors Technik bei der Gestaltung und Zulassung von Cockpits für zivile Flugzeuge bieten. Das Seminar befasst sich mit den physischen, physiologischen, psychologischen und kognitiven Leistungsfähigkeiten von Flugbesatzungen. Es untersucht die Leistungsgrenzen von Piloten und wie diese durch systemische Variablen in der Cockpitumgebung beeinflusst werden. Anschließend wird beleuchtet, wie sich die Fähigkeiten und Grenzen der Piloten auf die Arbeitsbelastung der Besatzung und auf menschliches Versagen auswirken.
Das Seminar vermittelt theoretische Grundlagen der Human Factors Technik für die Gestaltung und Bewertung von Cockpits ziviler Flugzeuge sowie der darin installierten Systeme und Ausrüstung. Es werden Beispiele für Cockpitgestaltungen sowie Analysen von Unfallberichten unter ergonomischen Gesichtspunkten vorgestellt. Zu den wichtigsten Themen zählen Industriestandards, Zulassungsvorschriften, Gestaltungsrichtlinien und zulässige Nachweisverfahren.
Der Dozent
Dr. Gernot Konrad ist Luft- und Raumfahrtingenieur mit umfassender Erfahrung in den Bereichen Avionik und Pilot-Fahrzeug-Schnittstellen, die er in über zwanzig Jahren in der Konstruktion und Zertifizierung hochintegrierter Cockpits mit komplexen Systemen für kleine und große Flugzeuge gesammelt hat. Dazu gehören über zehn Jahre in leitender technischer Funktion, in denen er vielfältige Kompetenzen in der agilen Technologieentwicklung einsetzte und die Zusammenarbeit in mehrstufigen und multidisziplinären Teams koordinierte. Er verfügt sowohl über einen höheren akademischen Grad (Dipl.-Ing.) als auch über einen Doktortitel (Dr.-Ing.) in Luft- und Raumfahrttechnik der Universität Stuttgart und ist von der Wirtschaftskammer Österreich (WIFO) als Ingenieur (Ing.) für Luftfahrt zugelassen.
Während seiner gesamten Laufbahn war er an der Rekrutierung und Ausbildung von HF-Fachkräften für das Cockpit beteiligt. Heute ist Dr. Konrad als Technical Fellow für integrierte Flugsysteme bei Honeywell Aerospace tätig, wo er die HF-Strategie und -Vision für verschiedene Programmplattformen vorantreibt, die aktuelle und zukünftige Produkte für den Luftverkehr, den Regionalflug, die Geschäftsluftfahrt, die allgemeine Luftfahrt, den Hubschrauberbereich sowie den Markt für urbane Luftmobilität umfassen. Dr. Konrad ist Vorsitzender der
Während seiner gesamten Laufbahn war er an der Rekrutierung und Ausbildung von HF-Fachkräften für das Cockpit beteiligt. Heute ist Dr. Konrad als Technical Fellow für integrierte Flugsysteme bei Honeywell Aerospace tätig, wo er die HF-Strategie und -Vision für verschiedene Programmplattformen vorantreibt, die aktuelle und zukünftige Produkte für den Luftverkehr, den Regionalflug, die Geschäftsluftfahrt, die allgemeine Luftfahrt, den Hubschrauberbereich sowie den Markt für urbane Luftmobilität umfassen. Dr. Konrad ist Vorsitzender der EASA-Arbeitsgruppe für kollaborative Analyse, Cockpitgestaltung und Zertifizierung im Bereich Human Factors, Mitleiter der GAMA-Arbeitsgruppe für Human Factors im Cockpit, war Mitglied des RTCA-Lenkungsausschusses für Human-Factors-Ausbildung und hält jährlich ein Seminar zum Thema Human-Factors-Engineering in der Cockpitgestaltung an der Universität Stuttgart.Zu seinen früheren Positionen zählen die Leitung der Abteilung für Human Factors Engineering bei Gulfstream, die Tätigkeit als Ingenieur für Human Factors und Avionik bei Pilatus, eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Luftfahrtsysteme der Universität Stuttgart sowie die Tätigkeit als freiberuflicher Dozent für theoretische Grundlagen bei Lufthansa und Swiss Aviation Training.
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