Integrierte Modulare Avionik

Gemeinschaftliche genutzte Avionikplattformen für sicherheitskritische Anwendungen.

Die Integrierte Modulare Avionik (IMA) ist aktueller Stand der Technik für Avionikplattformen in Großflugzeugen, Bizjets, großen Helikoptern und Militärmaschinen. IMA bezeichnet die gemeinschaftliche Nutzung von Rechen-, Speicher-, Bandbreiten- und I/O-Ressourcen durch mehrere Flugzeugsystemfunktionen. Durch die Einführung von IMA wurde die Möglichkeit geschaffen, dass mehrere Systeme gemeinsame Computer-Ressourcen nutzen. Damit kann die Gesamtzahl der Rechner und die Anzahl unterschiedlicher Geräte reduziert werden. Die dann vorhandenen Ressourcen werden besser Ausgenutzt und führen so zu einer Reduktion von Kosten, Masse, Volumen und Leistungsbedarf des Avioniksystems.

Mit IMA kommen allerdings Herausforderungen in der parallelen Zusammenarbeit mehrerer Parteien, eines komplexeren Sicherheitsnachweises, einer essentiellen Bedeutung des Betriebssystems, der Konfiguration und von Leistungsengpässen. Wir forschen an Methoden, Werkzeugen und Hardware, die den aktuellen Herausforderungen entgegenwirken.

Zukünftig werden immer mehr Systeme auf IMA integriert werden, IMA-Module werden selbständiger agieren und neue technische Lösungen Einzug halten (optische Kommunikation, Duplex-Module, Wireless, …). Wir gestallten diese Weiterentwicklung von IMA in enger Industrie-Kooperation aktiv mit, z.B. indem wir die Vorzüge der Flexiblen Avionik-Plattform und der Adaptiven Avionik-Plattform auf IMA-Plattformen portieren. Uns obliegt in der Regel die Vorbereitung und Evaluation neuer Technologien für unsere Industriepartnern.

Im Rahmen von Praktika und Lehrveranstaltungen haben Studierenden bei uns die deutschlandweit sehr begrenzte Gelegenheit mit realer IMA-Software und -Hardware zu arbeiten.

Dieses Bild zeigt  Björn Annighöfer
Jun.-Prof. Dr.-Ing.

Björn Annighöfer

Juniorprofessor

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